Arbeit gegen Zeit,
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Winterwanderung 2019

Besuch im Alpinen Museum Bern

Wandern oder Museum, das ist hier die Frage! Bei schönstem Sonnenschein habe ich mich für die Schlechtwettervariante entschieden. Spätestens auf dem Weg nach Bern – noch selten war meine Freude so gross über den einsetzenden Regen – bin ich überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Mit etwas geschrumpfter Mitgliederzahl, doch voller Motivation sich auf Neues einzulassen, machen sich elf Frauen auf den Weg, unsere Berge aus einem anderen Blickwinkel zu entdecken. Damit wir nicht aus der Übung kommen geht’s zu Fuss runter, der Aare entlang und wieder obsi zu unserem Tagesziel. Die kurze Einführung durch eine kompetente Mitarbeiterin des Museums verschafft uns einen ersten Überblick. Die Ausstellung ist bewusst so gestaltet, dass die Besucher/innen auf lustvolle Art immer wieder angesprochen werden, ihre ganz persönliche Beziehung zu den Bergen zu reflektieren.

Über neunzig Bilder lassen sich bequem von einem Drehkarussell aus betrachten. Wir erfahren über Kopfhörer viel Spannendes über die Maler/innen – leider nur wenig Frauen – und die oft schwierigen Bedingungen vom ersten Pinselstrich bis zum fertigen Bild.

Im nächsten Raum stellt uns Ferdinand Hodler höchstpersönlich sein riesiges Gemälde Aufstieg und Absturz vor. Reine Brotarbeit. Immer wieder diese Brotaufträge, seine zwei oder waren es sogar drei Frauen? Müssen ja irgendwie durchgefüttert werden. Mit einem Augenzwinkern – hervorragend durch einen Schauspieler vorgetragen – meint Hodler lakonisch, ob wir immer noch da wären? Geradeaus gehe es direkt zur Cafeteria, wo ein feiner Schnaps ausgeschenkt werde...

In einem weiteren Raum erzählen neun Menschen über ihre Beziehung zu den Bergen. So, das Mädchen Emma: «Oh nein, nicht schon wieder wandern». Oder die blinde Journalistin Yvonn Scherrer: «Warum schwärmen Augenmenschen so von den Bergen?»

Bevor es dann endgültig Richtung Cafeteria und Schnaps geht, werden wir aufgefordert, unsere Bergbilder in eine virtuelle Sammlung aufzuschalten. Ein herrlicher Spass!

Dank den Berner Lauben, kommen wir einigermassen trocken durch die Altstadt zum Bahnhof. Auf der Zugfahrt zurück nach Thun, wird noch rege miteinander «bbrichtet».

Margrit Gilbert

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