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Frühlingswanderung 2017

Zur Kirschblütenpracht ins Fricktal

War es nun eine Winter- oder Frühlingswanderungen? Vermutlich beides. Mehrheitlich sonnig, doch sehr kalt und «bisig». Zehn Teilnehmerinnen liessen sich nicht einschüchtern und standen warm eingepackt mit Mütze und Handschuhe in der Wartehalle. Im Zug nach Aarau konnten wir unsere Schichten auf Zeit ablegen. Die grosszügige Zugkontrolleurin Frau Grossenbacher zahlt uns generös ein zu viel erworbenes Ticket ohne grosse Bürokratie aus. Eine tolle Geste, herzlichen Dank.

Auf dem Bahnhofplatz der Kantonshauptstadt werden wieder alle wintergerechten Kleider montiert. Martin stösst mit fliegenden Haaren knapp doch zeitgerecht zu uns ins Postauto Richtung Frick. Bald erreichen wir auf gut 600 m.ü.M. die Staffelegg, wo mit gut geschnürten Schuhen unsere Wanderung beginnt. Obwohl die «Chirschiböim» längst verblüht sind präsentiert sich die Landschaft lieblich und hügelig. Löwenzahn und Raps erfreuen mit einem intensiven Gelb Aug und Herz. Nach einer kurzen Steigung, die uns doch wahrhaftig ins Schwitzen bringt weist uns der Wegweiser zum Herzberg, ein Bildungszentrum an traumhafter Lage. Wir werden von Martin zu Kaffee und Kuchen eingeladen, ein «verstaubter» Gutschein soll jetzt endlich eingelöst werden. Es härzlechs Merci viu mau.

Aufgewärmt und frisch gestärkt führt der Weg durch eine zauberhafte Buchenwaldallee auf das Bänkerjoch. Wir wählen hier den unteren Weg mit offener Sicht ins Fricktal und überlassen den Strihe, mit stolzen achthundertsiebenundsechzig Metern der höchste Punkt im Kanton Aargau, den Gipfelstürmern! Doch auch bei uns heisst es: ohne Fleiss kein Preis. Über Stock und Stein geht’s nochmals so zümftig obsi und werden bald mit einem weiten Blick in tiefe Täler und liebliche Hügellandschaften belohnt. Von Ferne grüssen die blauen Berge des Schwarzwaldes.

Da und dort höre ich ein unverkennbares Magenknurren! Zum Glück erreichen wir bald unsere Brätlistelle. An geschützter Stelle brennt im Nu ein wärmendes Feuer. Schnell sind die Würste ausgepackt. Das von Madleina grillierte Bärlauchsandwich mit Käse ist absolut der Tageshit und wird bei nächster Gelegenheit kopiert. Sogar ein richtiges WC hat es hier, gäu Martina.

Laut Wegweiser ist es noch eine Stunde bis zu unserem Wanderziel. In dieser Gegend wurde früher Erz abgebaut. Der ausgeschilderte Eisenweg führt zum Bergwerk, das besichtigt werden kann.

Leider haben die kalten Nächte auch hier ihre Spuren hinterlassen. Exponierte Reben und Obstbäume sind erfroren. Ein trauriges «Luege». – In Herznach angelangt entdecken wir ein charmantes Café mit Bäckerei. Der Wirt zieht alle Register um fast alle unsere Wünsche zu erfüllen. Einzig vom knusprigen Nussgipfel gibt’s leider nur noch ein Stück. Glück für Sonja, Pech für Madleina. Stühle, Tische und Kissen werden an der geschütztes Hauswand aufgestellt und wir geniessen all die Köstlichkeiten bei herrlichem Sonnenschein. Später bringt uns das Postauto wieder über den Bänkerjochpass zurück nach Aarau. Die letzten Meter legen wir nochmals zu Fuss zurück. Martin zeigt uns die Schönheiten der Altstadt, vor allem die kunstvoll bemalten Unterseiten der Dächer, die Geschichten erzählen von alten Zeiten.

Der Abstecher in eine für viele von uns eher unbekannte Gegend der Schweiz hat sich einmal mehr gelohnt und aufgezeigt, dass es noch viele Schönheiten in der weiteren Umgebung zu entdecken gibt.

Margrit Gilbert / 20. April 2017

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